Die Zuchtwarte und ihre Zuhörer
Zuchtwart Günter Hallbauer mit seinen Züchtern

Pressebericht:

 

 

Stefan Werner, seines Zeichen Frontmann beim SV der Sachsen konnte am 5. Mai im schönen idyllischen Naunhof bei Leipzig 21 SV-Mitglieder und 3 Gäste zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Jochen und Karin Döge übernahmen die Ausrichtung der diesjährigen Veranstaltung im Haus Grillensee des Freizeit- und Bildungszentrum der Kindervereinigung Dresdner in Naunhof. Dieses wunderschöne und neue Seminarzentrum im Grünen bot ideale Voraussetzungen für die Durchführung der HV und die mitgereisten Ehefrauen konnten bei sonnigem Frühlingswetter ihr seit Jahren bewährtes Rahmenprogramm absolvieren. Höhepunkt war der Gastvortrag von Herrn Dr. Lothar Heinrich, 1. Vorsitzender des Leipziger Rassegeflügelzuchtverein und Macher der letzten Europaschau. Doch bevor der Gastredner loslegen durfte, mussten die TOP’s der HV zügig und sachlich abgearbeitet werden. Die Geschäftsberichte umrissen sowohl die positiven als auch die weniger erfreulichen Punkte des abgelaufenen Zuchtjahres 2006. Wie überall hinterließ die Vogelgrippe einen bitteren Geschmack; die Sachsenhuhnzucht litt darunter sehr und es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, dass diese alte deutsche Rasse als Kulturgut erhalten und verbreitet wird. Zuchtwart Günther Hallbauer berichtete ausführlich über den Zuchtstand 2006 und die Hauptrassemerkmale, die es bei der Bewertung gilt herauszustellen. Wie so oft, macht sich halt bemerkbar, dass Allgemeinrichter sich mit der Körung der Sachsen schwer tun und daneben greifen, was der Zuchtförderung nicht dienlich ist. Die Kasse wurde letztmalig vom langjährigen Kassier, Reiner Fröhner präsentiert und anschließend in die jungen Hände von Christian Gruschwitz übergeben. Bei den anstehenden Wahlen wurde Jochen Döge als Beisitzer und Joachim Mojzis als Schriftfrüher ins Gremium gewählt. Der Vorsitzende dankte herzlich dem in Ruhestand gehenden Kassier, Rainer Fröhner und dem bisherigen Schriftführer, Erich Huber für ihre geleistete Arbeit im SV. Die Leistungspreise für 2006 errangen Rainer Fröhner, SH schwarz, Christian Gruschwitz, SH gesperbert, Reiner Günther, SH gelb und ZwSH gelb, Tina Rentsch, ZwSH schwarz. Europameister wurde Rainer Fröhner mir SH schwarz und Tina Rentsch Deutsche Jugendmeisterin mit ihren ZwSH schwarz. Der SV Wanderpokal ging ebenfalls an Rainer Fröhner. Die HSS in 2007 wird am 7.-9. 12. im Rahmen der Lipsia in Leipzig und die SS zur VHGW-Schau in Sinsheim am 3./4. 11. und zur LS in Erfuhrt am 9.-11. 11. stattfinden. Als Sonderrichter für Leipzig sind Eberhard Fritzsch und ev. Günter Hallbauer vorgesehen. Zu den SS erfolgt noch die Abstimmung über den Einsatz der SR. Die Ausrichtung der nächsten HV in 2008 wird unser Ehrenmitglied, Horst Fricke übernehmen, der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben, da der ursprünglich fixierte Termin nicht zu halten ist. Nach getanem Pflichtprogramm leitete Herr Dr. Heinrich über und berichtete in humorvoller aber deutlich klarer Weise über seine Tätigkeit in punkto Vogelgrippe. Den Zuhörern verschlug es im sprichwörtlichsten Sinne die Sprache bei derart vielem Unverstand, der auf die Rassegeflügelzüchter in den letzten 2 Jahren niederprasselte. Ob es sich hierbei um das alljährlich Vogelsterben zur Winterszeit an der Ostsee handelt oder der bürokratischer Schlagabtausch der Behörden untereinander. Eigentlich könnte man über die Dummheit vieler überzogener Maßnahmen und die damit in Zusammenhang stehende Ignoranz lachen, wenn die Rassegeflügelzüchter nicht die Leittragenden – besser gesagt ihre Schützlinge – wären. Aus erster Hand erfuhren die Zuhörer die Herausforderungen der vergangenen Europaschau und der Referent gab noch den einen oder anderen wertvollen Hinweis, wie die seltene Zucht der Sachsen zu fördern wäre. Nach diesem gelungenem Abschluss der Veranstaltung wurde die Tierbesprechung im Freien im Licht der milden Abendsonne abgehalten; alle drei anwesenden Sonderrichter, Günter Hallbauer, Eberhard Fritzsch und Steffen Tröger arbeiteten abwechselnd die Vor- und Nachteile der gezeigten Tiere heraus. Zuchtschwerpunkt bleibt der lang gestreckte elegante Typ mit ansteigender Rückenlinie und nahtlosen Übergang in den Schwanz. Kleine Kopfpunkte und eine gut gefüllte Unterlinie sind zudem den Sachsen eigen. Nach diesem großem Arbeitspensum freute sich jeder auf das Abendprogramm und da bekanntlich bei Rassegeflügelzüchtern Leib und Seele nicht alleine durch gutes Mahl und gehaltvollem Trunk zusammengehalten werden, wurde deshalb auch viel „fachgesimpelt“ – zum Wohle des Sachsenhuhnes.