HSS 2017 Lichtentanne

2017-11-19 19:25 von Joachim Mojzis

Zwickau (Lichtentanne): HSS der Sachsenhühner und Zwerg-Sachsenhühner 2017

Am 11. und 12. November 2017 fand die diesjährige HSS im Rahmen der KS des KV Zwickau statt. Die Entscheidung die HSS mal nicht der Bundesschau in Leipzig anzugliedern war richtig und das Team um den Lichtentanner Vorsitzenden, Frieder Gastmeyer setzen alles daran, dass sich die SH bestens präsentierten konnten. In großzügigen, schmuck ausgestalteten Volieren wurden Stämme gezeigt, der einreihige Aufbau bei den SH mit breiten Gängen war einer HSS wahrlich gebührend. Herzlich Dank von Seiten des SV an die Gastgeber für den freundschaftlichen Empfang und die tolle Betreuung.

4 Stämme SH und ZSH machten den Anfang; rassig mit eleganter Form zeigten sich alle Tiere im schwarzen, weißen und gesperberten Farbenschlag, Wünsche wurden in der Gefiederfertigkeit, waagrechte Haltung, reineren Ohrscheiben und störendes Mausergelb notiert, der gesperberte Stamm zeigte Klasse (HV Mojzis).

10,18 schwarze SH machten den Anfang in der Einzelklasse; gerade mal ein g 92 wurde von SR Matthias Knoll in dieser herausragenden Kollektion notiert. Bewertungsschwerpunkt waren kräftige Formen, lange leicht ansteigende Rückenlinie, freier Stand, volle Unterlinie und harmonische Kopfpunkte – Abstufungen gab es wegen der Gefiederfertigkeit, mehr Grünlack, reiner in den Ohrscheiben oder untypischer Rückenlinie. Die Spitzentiere waren eine Augenweide (V 2x Kühne, HV Kühne , 2x Schröder). 2,5 weiße sind zu wenig. Es werden einfach mehr Züchter benötigt um diesen aparten Farbenschlag nachhaltig zu züchten. Eine hoch rassige kräftige Formenhenne wurde von SR Steffen Tröger herausgestellt (HV Mojzis). 10,22 gelbe zeigten eine breite qualitative Streuung, der um 1960 anerkannte Farbenschlag (schwarz vor 1900, weiß und gesperbert um 1920) zeigt sehr unterschiedliche Typen; kurze und zu schwache Körper zeigen nicht die geforderte kräftige freistehende Form mit langer Rückenlinie. Auffallend waren sowohl zu große Kämme als auch kaum sichtbare bei den Hennen, kleine dünne Kammzacken stören den Kammaufbau. Gefordert sind helle Läufe, damit haben gerade die Hennen zu kämpfen. Gewünscht wurde auch eine sattere Mantelfarbe. Mir drängt sich die Frage auf: warum arbeiten die Züchter nicht zusammen um den gelben Farbenschlag gemeinsam nach vorne zu bringen, viele Zuchten stehen seit Jahren auf der Stelle. Die herausgestellten Tiere verkörperten den geforderten Typ (V und HV Hallbauer). 2,2 gesperberte teilen das Schicksal der weißen, zu wenig Züchter. Fein im Typ und nicht zu dunkel im Zeichnungsbild zeigten sich beide Geschlechter. Eine kräftige Formenhenne mit prima Typ konnte begeistern (V Schubert).

0,6 schwarze ZSH; die letzte rassige Kollektion wurde zum Siegerring 2013 von Altmeister Helmut Meyer, Drebach/Erzgebirge präsentiert, seit her stimmte der Typ einfach nicht mehr, jetzt sah man wieder Tiere die Hoffnung für die Zukunft machen, die Züchter arbeiten mit Weitblick - weiter so (HV Knoll). 5,9 weiße in überragender Qualität; rassig und mit feiner Linienführung zeigte sich die Kollektion. Leider gab es für zweierlei Augenfarbe untere Noten und teilweise waren die Tiere noch nicht in der Feder ausgereift. Beide Spitzenhennen verkörperten höchsten Zuchtstand (V 2x Werner). 6,11 gelbe präsentierten sich auf hohem Zuchtstand. Feine eleganten Formen, plumpe kurze Tiere gehören der Vergangenheit an. Farblich ist auf ein gleichmäßiges sattes gelb zu achten. Das Kammblatt in beiden Geschlechtern sollte in Zukunft zarter werden. Dunkel angelaufene Läufen führten zur Herabstufung. Schön, dass es den Züchtern gelungen ist durch kooperative Zusammenarbeit einen ausgeglichenen Typ zu schaffen, das verdient ein Lob und hat Vorbildcharakter (V Thumm, HV Austel, Wittig). Der gesperberte Farbenschlag fehlte gänzlich, schade, gerade vor dem Hintergrund der Stammschau zur VZV in Leipzig 2018. Die JHV findet am Samstag, den 2. Juni 2018 in Fürstenwalde/Brandburg statt, Gastgeber sind Ute und Karl-Heinz Wittig. Die Zimmerreservierungen sind bis Ende Januar 2018 selbst vorzunehmen. Hotel Kaiserhof, Am Kaiserhof 1 in 15517 Fürstenwalde. Tel. 03361/550-0 oder info@kaiserhof.de Stichwort: Sachsenhühner; DZ m. F. 90,00 €. Weitere Informationen unter www.sachsenhuhn.de

Joachim Mojzis

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