Schaubericht 2014

2015-03-17 05:57 von Joachim Mojzis

100 Jahre Sachenhühner: SS in Hannover und HSS in Leipzig 2014

Bitte beachten Sie auch die Anlage - hier: Bild vom Siegerhahn in Leipzig

 

SS Hannover

Stand 2013 im Zeichen des Siegerrings; so war 2014 schon das nächste Event: 100 Jahre anerkannte Rasse. In Hannover zur SS standen 10 schwarze SH; mit feinen nicht zu großen Kämmen, geschlossenen Kehllappen und weißen Ohrscheiben konnten die Hähne Akzente setzen. Der freie elegante Stand, die volle Unter- und lange Rückenlinie mit fester geschlossener Schwanzpartie unterstrichen den hohen Zuchtstand. Die 6 Hennen waren in bester Schaukondition, teilweise im Typ etwas ungleichmäßig; die langen eleganten Hennen mit leicht ansteigender gerader Rückenlinie sind das Maß aller Dinge. Auf einen reine weiße Ohrscheibenfarbe ist zu achten (HV Völker). Die drei weißen SH entsprachen nicht dem geforderten Typ. Die 8 gelben SH waren in der Farbe arg ungleichmäßig (fleckig), teilweise am unteren Größenrahmen und es fehlte die Körperlänge, ein seit Jahren immer wieder in der Kritik stehendes Rassemerkmal.

Bei den 8 schwarzen ZSH müsste die Linienführung typischer und die Schwanzpartie bei den Hähnen kompakter eingebaut sein. Gesichtsschimmel (die weiße Ohrscheibenfarbe läuft ins rote Gesicht über) ist ein grober Fehler. Die beste Henne wurde mit HV herausgestellt (Schaffer).

Sowohl in der Rote Liste Abteilung als auch im Zuchtbuch standen ein Stamm schwarze SH; eine wahre Augenweide, wie sich die Tiere typhaft präsentierten (HV Völker). In der Voliere wurden 1,4 schwarze ZSH gezeigt, der Hahn war reichlich groß, was auch auf die Kopfpunkte zutraf, auch muss die Schwanzpartie reduzierter und fester eingebaut sein.

Deutscher Meister wurde mit SH schwarz Helmut Völker.

 

HSS Leipzig

Alljährlich findet die HSS zur LIPSIA in Leipzig statt. Der SV umrahmte das Ganze mit einem Infostand zum 100. Geburtstag der Rasse Sachsenhühner, an dieser Stelle vielen Dank für die Helfer und Standbetreuer, stellvertretend sei hier Stefan Werner und Günther Döge genannt. Sonntagvormittag trafen sich die Mitglieder und Aussteller sowie zahlreiche Gäste, darunter u.a. der BDRG Präsident, Christof Günzel, Dr. Fellmin vom wissenschaftlichen Geflügelhof und André Mißbach von der Geflügelzeitung. Frau Dr. Fellmin berichte kurz über das Projekt Kryoreserve bei den Sachsenhühnern in 2014, den erfolgreichen Verlauf und bedankte sich dafür außerordentlich bei den Teilnehmern.

Vom SR und 1. SV Vorsitzenden, Mattias Knoll wurden die Sachsenhühner bewertet. 26 schwarze SH dominierten mit kräftigen Formen, freiem Stand, langer Rückenlinie, die aber teilweise gerader und ansteigender gefordert wurde. Auch der typhafte Schwanzaufbau (Tütenschwanz) wurde teilweise vermisst. Die herausgestellten Tiere verkörperten den derzeitigen Zuchtstand mit kleinen bis mittelgroßen Kopfpunkten, prima Grünlack, fester Feder und weißen Ohrscheiben sowie dunklem Auge (V 2x Völker, HV Völker, Hallbauer). 7 weiße SH fielen mit ihrer hohen Bewertung auf; dieser seltene Farbenschlag wird seit Jahren von Stefan Werner erhalten und auf einem hohen Zuchtstand gezüchtet. Schön, dass die typhaften Tiere mit HV 2x und V herausgestellt wurden.

Bei den 25 gelben SH wurde gleich der erste Hahn mit HV (Hallbauer) als Spitzentier bewertet, die nachfolgenden Hähne rangierten dahinter. Kritisiert wurden die kurze Form, der eckige Anstieg, große Kämme und ungleichmäßige Farbe. Bei den Hennen wurde eine schöne lange kräftige Vertreterin mit 95 Punkten (Schmidt) als beste der Kollektion bedacht. Auch hier das alte Übel: fleckige Gefiederfarbe, kurze Formen, teilweise schon recht klein, unschöne Kämme.

SR Steffen Tröger bewerte die ZSH; 16 schwarze mit vielen unteren Noten. Gesichtsschimmel, falsche Bein- und Augenfarbe sowie untypische Schwanzpartien wurden moniert, die ansteigende gerade Rückenlinie ist Zuchtschwerpunkt (HV Döge). Die 8 weißen hinterließen eine guten Eindruck, elegante und typhafte Tiere, feste weiße Feder, gute Kopfpunkte (HV Werner). Bei den 11 gelben gab es jeweils ein Spitzentier in beiden Geschlechtern (HV Wittig, V Günther). Die volle Unterlinie, die gerade Rückenpartie sowie der feste Schwanzfederaufbau vielen positiv auf. Das ungleichmäßige gelb störte hin und wieder. Die 5 gesperberten vervollständigten das Farbquartett. Fein in Typ und Zeichnung, schade, dass sich nicht mehr Züchter dafür begeistern können (HV Fricke).

Bei den Stämmen wurden schwarze SH und jeweils schwarze und weiße Zwerge gezeigt. Im Lipsiahof wurde eine Voliere mit 1,4 ausgestellt. Besonders fein waren wieder die großen SH (95 Völker) und die weißen Zwerge (95 Knoll).

Am 6. Juni 2015 findet in Langenstein im Harz unsere JHV statt. Einzelheiten hierzu unter www.sachenhuhn.de .

Joachim Mojzis

Zurück